JÜRGEN HUMMEL |
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| Argon-Laser:
Heilt die diabetische
Retinopathie
Wie man durch Licht mit einem Brennglas einen Brennfleck erzeugen
kann, kann man mit der Optik des Auges eine Hitzekoagulation auf der
Netzhaut herbei- führen. Schon 1500 v. Chr. warnt Sokrates davor, in
das Sonnenlicht oder in die starke Sonnenreflektion von Wasser zu
schauen. 1946 wurde Licht zum ersten Mal zur gezielten Koagulation von
Netzhautveränderungen durch MEYER-SCHWICKERATH eingesetzt.
Durch Anregung von Molekülen des Edelgases Argon kann Licht der
Wellenlängen zwischen 488 und 514 nm erzeugt werden. Laserlicht läßt
sich sehr genau bündeln und deshalb kann es präzise auf kleinste
Netzhaut- veränderungen gelenkt werden. Durch Steuerung der Herdgröße
und der Intensität des Lichtes können unterschiedliche Wirkungen
erzielt werden. Bei den thermischen Effekten wird eine umschriebene Ver-
brennung in der Netzhaut oder den darunterliegenden Geweben erzeugt. Bei
den Zertrennungseffekten muß mit wesentlich höherer Energie gearbeitet
werden. Hier können z.B. die netzhautablösenden Stränge oder
Glaskörperstränge durchtrennt werden. In den verschiedenen Regionen
des Auges kann das Licht durch die Stoffe Melanin, Hämoglobin und
Xantophyll absorbiert werden. Die in den Strukturen des Auges
entstehende Wärme breitet sich in der Umgebung aus, so daß ein
räumliches und ein zeitliches Temperaturfeld entsteht.
Koagulationseffekte in der Netzhaut können als Weißfärbungen
beobachtet werden. Die thermischen Effekte des Lasers werden zur
Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Bei der diabetischen
Netzhaut- erkrankung werden zuerst auftretende Mikroblutungen durch eine
gezielte Laserkoagulation verödet. Bei einer Ödembildung im
Sehschäfefleck (Macula) wird eine zentrale Laserbehandlung am hinteren
Augenpol unerlässlich. Bei der fortgeschrittenen, diabetischen,
proliferativen Netzhauterkrankung wird eine disseminierte bis
panretinale Laserbehandlung notwendig. Nach solchen Behandlungen heilt
die diabetische Erkrankung des Augenhintergrundes in der Regel ab. Die
Sehschärfe, die der Patient zu Beginn der Behandlung hatte, kann
meistens erhalten werden. Eine Verbesserung der Sehschärfe ist nicht
möglich, sie kann aber, wenn die Retinopathie schon fortgeschritten
war, auch noch Verschlechterungen erleiden. Um den richtigen Zeitpunkt
für die Laser- behandlung zu finden, sind regelmäßige augenärztliche
Voruntersuchungen erforderlich. Finden diese nicht statt, kann der
Patient durchaus eine Erblindung erleiden.
Bei Diabetikern des Typ II sollten jährliche augenärztliche
Untersuchungen durchgeführt werden, sofern die Retinopathie
fortgeschritten ist auch häufiger. Selbstverständlich sollte eine
optimale Blutzucker- einstellung erfolgen. Dadurch kann das Auftreten
der Netzhauterkrankung verhindert oder verzögert werden. Es kann aber
trotz optimaler Therapie zu einer diabetischen |
Liebe Patientin, lieber
Patient !
Sommer, Sonnenschein und natürlich Urlaub – brauchen wir um uns gesund und wohl zu fühlen. Aber man sollte sich auch gesundheitsbewußt verhalten, weil z.B. zu viel Sonne schaden kann. Die Pollenzeit ist nun vorrüber, aber noch immer kommen im Sommer viele Augenentzündungen vor. Behandeln Sie nicht leichtsinnig mit Kamille und denken Sie daran, daß Selbstmedikation immer die Gefahr der Verschlechterung in sich birgt. Fragen Sie also Ihren Augenarzt um Rat. Noch ein Tip am Rande und besonders für diejenigen, die in ferne oder südliche Länder reisen: In Ihrer Urlaubsapotheke sollten Sie auch Augentropfen mitführen, mit denen sich sowohl ein unspezifischer Reizzustand als auch eine bakterielle Infektion im Ausland ausreichend behandeln läßt. Wenn Sie auf die regelmäßige Einnahme von Augenmedikamenten angewiesen sind und diese zu bestimmten Zeiten einnehmen müssen, vergessen Sie bitte nicht diese mitzunehmen, damit Ihr Urlaub nicht zu einem Angsturlaub wird - und halten Sie sich fit Ihr Dr. Hummel
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Sind Deutschlands Autofahrer blind ? 300.000 Autounfälle im Jahr gehen auf schlechtes Sehen zurück Wenn Autofahrer nicht gut sehen können, sieht es wirklich schlecht für sie aus. Zahlreiche Verkehrsopfer könnten noch leben, wenn alle Autofahrer nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen TÜV ihres Autos, sondern auch ihr Augenlicht im Auge behielten. Augenärzte bieten eine Untersuchung an, die nicht nur die zentrale Sehschärfe sondern auch wichtige Sehfunktionen wie Dämmerungssehen, Räumliches Sehen, Gesichtsfeld und Farbensehen umfasst. Wir raten deshalb Patienten ab dem 45. Lebensjahr einen Augentest im Abstand von 2 Jahren durchführen zu lassen. Fahren bei Dunkelheit belastet schon gesunde Augen. Auch wer am Tag keine Sehhilfe benötigt, kann bei Nacht eine Brille brauchen. In den letzten Jahren scheint sich ein Mangel an Vitamin A und damit eine schlechtere Anpassung an Dämmerungssehen auszubreiten. Eintrübungen in den optischen Bereichen der Augen führen häufig zu Streulicht und erhöhte Blendungsempfindlichkeit. Auch die Früherkennung von Augenerkrankungen, die die Sehkraft dauerhaft vermindern können, soll dieser Augencheck ermöglichen. Bei der prophylaktischen Untersuchung auf Glaukom (Grüner Star) ist es den Augenärzten in den letzten Jahre gelungen, auch ohne die Krankenkassen, die Früherkennungsuntersuchung erfolgreich durchzusetzen. |
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| Dr.Jürgen Hummel 1996-2004
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