JÜRGEN HUMMEL |
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Die Operation bei Grünem Star
Die Prophylaxe des Grünen Stars (Glaukom) hat in den letzten zwei Jahren die Gemüter erregt, weil die Krankenkassen die Kosten für diese Leistung nicht übernehmen. Außer den drei Symptomen erhöhter Augeninnendruck, Druckschaden am Sehnerven und Ausfällen im Gesichtsfeld wurden noch verschiedene diagnostische Möglichkeiten angeboten, das Glaukom zu diagnostizieren. Aber sind diese auch sinnvoll? Was aber, wenn schon ein Glaukom besteht? Dann muss der erhöhte Augeninnendruck durch Medikamente, meist Augentropfen, gesenkt werden. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die in der Bevölkerung meist nicht bekannt sind. Schon 1855 hatte der wohl berühmteste deutsche Augenarzt Albrecht von Graefe die erste Operation gegen den Grünen Star durchgeführt. Dabei führte er einen Schnitt durch die Augenhornhaut hindurch und entfernte ein kleines dreieckiges Stück der Iris. Der Erfolg für die Senkung des Augeninnendruckes trat zu achtzig Prozent ein. Die Sehkraft konnte erhalten werden! In den letzten fast 150 Jahren wurde die Operationstechnik weiter verbessert, erneuert und modernisiert. Die Erfolgsquote liegt auch heute noch nicht höher als 85 Prozent. Mit der Einführung des ARGON-Lasers kann die Glaukom-Operation nun auch ohne blutigen Eingriff und Eröffnung des Auges erfolgen. Ebenso wie durch die Behandlung mit Augentropfen kann durch die Operation das Sehen des Patienten erhalten werden. Eine Sehverbesserung ist jedoch nicht möglich. Aber wann kann man einen Patienten schon davon überzeugen, sich vorsorglich am Auge operieren zu lassen...?
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